7 TIPPS FÜR VOLLERE CLASSES

Instruktor*innen aus der ganzen Welt verraten dir, wie du mehr Menschen für deine Classes begeisterst.

Eine neue Class in einem Studio zu übernehmen, in dem du noch nie unterrichtet hast, kann eine echte Herausforderung sein. Wie sollst du deine Kursteilnahme steigern und dich bekannt machen, wenn noch niemand von dir gehört hat? Egal, ob du ganz neu im Unterrichten oder schon erfahren bist, befolge diese Tipps und beobachte, wie deine Kursteilnahme in die Höhe schnellt!

1. Besuche die Classes anderer Instruktor*innen und frage, ob du im Team unterrichten kannst

Das ist ein MUSS. Du lernst nicht nur deine Kolleg*innen (besser) kennen – was dir die Tür zum Teamteaching und zu Beförderungen öffnet –, sondern es ist auch eine gute Möglichkeit, die Mitglieder kennenzulernen. So kannst du auch sehen, wie andere Instruktor*innen in diesem Studio unterrichten, und ein Gefühl für den bevorzugten Unterrichtsstil der Mitglieder entwickeln (ist es ein „Woohoo“-Publikum? Lieben sie es, bei BODYATTACK laut „Hey“ zu schreien? Und so weiter).

„Sei frühzeitig da, damit du dich mit den Mitgliedern unterhalten kannst“, rät BODYPUMP Instruktorin Angela Jae Suchy. „Wenn du dich erst einmal etabliert hast und die Mitglieder dich kennen, werden sie auch in deine Classes kommen wollen!“

Wenn du die Classes anderer Instruktor*innen besuchst, kannst du sie auch nach Shadowing/Team Teaching fragen. „Erzähle deinen Kolleg*innen nach der Class, dass du gerade erst mit dem Unterrichten angefangen hast und dankbar für Tipps bist, wie du Kursteilnehmer*innen gewinnen kannst“, sagt LMI STEP Instruktorin Lizzie Broome. „Frag, ob es in Ordnung wäre, eine Class mit ihnen zu unterrichten. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden sie sich geschmeichelt fühlen und dich gerne unter ihre Fittiche nehmen.“

Team Teaching bietet dir drei wesentliche Vorteile: Die Mitglieder erfahren, wie großartig du bist, du kannst für deine eigenen Classes werben und dein Team Teach Buddy kann dich bitten, künftig als Vertretung einzuspringen. Besser geht's doch nicht, oder?

2. BITTE ANDERE INSTRUKTOR*INNEN, WERBUNG FÜR DEINE CLASS ZU MACHEN

Sobald du den Rest des Teams kennengelernt hast, kannst du andere bitten, deine Classes bei ihren Mitgliedern zu erwähnen. „Ich erinnere mich, dass ich einige Instruktor*innen bat, mir zu helfen und ihren Teilnehmer*innen von meiner Class zu erzählen, die in der Vergangenheit nicht besonders gut besucht war“, erzählt BODYBALANCE Instruktorin Carina Smith. „Und das war die Reaktion der Mitglieder: ‚Was? Ich wusste gar nicht, dass es diese Classes gibt!‘ Es ist natürlich wunderbar, selbst auf uns aufmerksam zu machen, aber du wirst nie ALLE Mitglieder erreichen, also bitte deine Kolleg*innen, dich zu unterstützen.“

Es ist auch eine gute Idee, mit den Personal Trainern in deinem Fitnessstudio in Kontakt zu treten und ihnen von den Vorteilen deiner Classes zu erzählen. Vielleicht haben sie Kunden, für die deine Classes eine gute Ergänzung zu ihren Trainingseinheiten mit dem Personal Trainer sind.

3. SPRINGE ALS VERTRETUNG EIN – SO OFT WIE MÖGLICH

Classes zu unterrichten ist ein weiteres Muss. So lernst du auch Mitglieder kennen, die dich nicht kennen, und verdienst obendrein mehr Geld.

„Vertritt so viele Kolleg*innen wie möglich, damit dich mehr Mitglieder in Aktion erleben können“, sagt BODYCOMBAT Instruktor C Lin Wu. „Mach auf jeden Fall Werbung für deinen regulären Timeslot. Wenn sie dich mögen, werden sie auch zu deinen regulären Classes kommen und es wird sich herumsprechen!“

Wenn du für andere einspringst, ist das zudem eine großartige Gelegenheit, dich weiterzuentwickeln. „Wenn du am gleichen Ort vor den gleichen Leuten unterrichtest, lieferst du oft auch automatisch die gleiche Leistung ab“, so BODYPUMP Instruktorin Marie Anagnostis. „Wenn du dich aber langfristig weiterentwickeln und neue Skills erlernen willst, kann eine neues Publikum deinen Unterrichtstil auf eine gute Art und Weise verändern. Vielleicht brauchen andere Kursteilnehmer*innen andere Cues? Vielleicht fühlen sie sich durch andere Aussagen motiviert? Vielleicht brauchen sie eine andere Art von Kommunikation, als du es bisher gewohnt bist. Ein Vorteil: Du kannst deine alten Witze wieder auspacken!“

Schaue dir Ben Mains Tipps an.

4. PRÄGE DIR DIE NAMEN EIN UND BAUE EINE BINDUNG AUF

LES MILLS Ambassador Reagan Kang sagt, dass seine Fähigkeit, Menschen anzusprechen, der Grund ist, warum sie immer wieder zu seinen Classes kommen. „Ich konzentriere mich darauf, Menschen das Gefühl zu geben, dass sie die einzige Person im Raum sind. Ich präge mir ihre Namen ein und versuche, mit allen im Raum zu sprechen, damit sie sich mir verbunden fühlen und die nächste Stunde nur aus dir, mir, der Musik und dem Training besteht. Ich möchte, dass sie alles andere in ihrem Leben vergessen, damit wir uns nur auf das konzentrieren können, was wir tun. Wenn sie dann die Class verlassen, fühlen sie sich viel wohler.“

Lizzie Broome stimmt dem zu: „Unterhalte dich vor der Class mit den Teilnehmer*innen und frage sie nach ihrem Namen. Sprich sie am Ende des Kurses mit ihrem Namen an und frag sie, wie der Kurs gelaufen ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie wiederkommen, ist größer, wenn du sie mit dem Vornamen ansprichst. Wenn du sie im Fitnessstudio siehst, grüße sie und frage sie, ob du diese Woche in der Classes siehst.“

5. DEINE CLASSES SOLLEN SPASS MACHEN!

Suli Tuitaupe ist eine Legende im Studio in Christchurch und wurde 2021 von der neuseeländischen Fitnessbranche zum Community Instruktor des Jahres gekürt. Warum? Weil es ihm darum geht, dass sich die Menschen wohlfühlen.

„Seine Classes sind buchstäblich eine Party mit Freunden, und das oft schon um 6 Uhr morgens“, bestätigt Maureen Baker, Training Director bei LES MILLS International.

„Es muss Spaß machen“, so Suli. „Ich liebe es, meine Mitglieder mit dem Workout, der Musik und dem Gemeinschaftsgefühl zu verbinden und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ich schaffe eine Party-Atmosphäre und liebe Motto-Classes, deshalb gebe ich jeder Class, die ich unterrichte, einen Party-Namen: Party PUMP Tuesday, Wicked Wednesday RPM, Church of Attack Sunday. Ich unterrichte auch Classes zu Weihnachten, um denjenigen eine Freude zu machen, die über die Feiertage vielleicht allein sind.“

Er fährt fort: „Es ist egal, ob du eine eingefleischte Stammkundin oder ein neues Mitglied bist: Mein Ziel ist es, dass du anerkannt wirst, egal ob eine Person oder 111 Personen im Raum sind, und ich werde versuchen, dir ein unvergessliches Trainingserlebnis zu bieten. Ich möchte, dass meine Mitglieder zufrieden, gut gelaunt den Kursraum verlassen und bereit für den nächsten Tag sind.“

6. Bewirb deine Classes über die sozialen Medien

Auf die Frage nach dem größten Nutzen von Social Media für Instruktor*innen antwortet Programmdirektorin Rachael Newsham eindeutig: „Du füllst deine Classes. Wenn du in den sozialen Netzwerken postest, erreichst du automatisch ein breiteres Publikum und kannst die Leute auf dem Laufenden halten, wenn du als Vertretung einspringst, ihnen sagen, welche Tracks du unterrichten wirst, usw. ... So kannst du die Unterhaltung auch außerhalb der Classes aufrechterhalten und die Mitglieder fühlen sich dir stärker verbunden. Am Ende des Tages wollen wir uns doch alle mit anderen Menschen verbunden fühlen.“

Erfahre mehr darüber, wie du deine Beiträge in den sozialen Medien optimieren kannst.

7. Was bringt die Menschen dazu, wieder in deine Classes zu kommen?

„Unser Unterrichtsstil ist in der Regel durch unsere eigenen Erfahrungen geprägt“, sagt Presenter Bevan James Eyles. „Natürlich sind unsere Teilnehmer*innen im Fokus, aber wenn wir alles mal aus ichrem Blickwinkel betrachten können wir uns die Frage stellen, wie es ist, eine Person in unserer eigenen Class zu sein. “

Stell dir doch mal diese Frage:

  • Wie fühlen sich Teilnehmer*innen vor Beginn deiner Class?
  • Wie erleben sie deinen Kontakt zu ihnen, deine Motivation, dein Coaching?
  • Wie fühlen sie sich in der Class selbst?
  • Was denken sie, wenn sie den Kursraum verlassen?

Diese Liste könntest du unendlich weiterführen.

Eine der besten Möglichkeiten, diese Denkweise zu erforschen, besteht darin, verschiedene Typen von Menschen zu identifizieren und dann über ihre Erfahrungen nachzudenken. Stell dir zum Beispiel eine Person vor, die noch nie an einem Gruppenfitnesskurs teilgenommen hat; sie ist vielleicht etwas unsicher, wenn es um Sport geht und hat vielleicht Übergewicht. Welche Erfahrungen macht diese Person sie in deiner Class? Was ist mit der Person, die schon seit Jahren regelmäßig kommt, fit ist und sich ihres Fitnesslevels sicher ist? Du könntest auch Persönlichkeitsmerkmale wie schüchtern oder kontaktfreudig in Betracht ziehen. Wenn du herausgefunden hast, wie das ultimative Erlebnis für deine Teilnehmer*innen aussehen könnte, kannst du festlegen, wie du es gestalten willst.“

Erfahre mehr darüber, wie du das ultimative Erlebnis für deine Teilnehmer*innen schaffen kannst.