So findest du Inspiration außerhalb deiner Classes

Joash Fahitua ist ehemaliger professioneller Tänzer und Masterclass-Presenter für LES MILLS GRIT, BODYBALANCE und LES MILLS BARRE. Er teilt seine besten Tipps, wie du deine Skills als Instruktor*in verbesserst, indem du über den Tellerrand hinausschaust.

Schauspiel-Workshop

„Schauspiel-Workshops sind großartig, weil sie dir helfen, deine Präsenz und deine Stimme zu schulen, aber sie bringen dich oft auch dazu, deinen Körper auf ungewöhnliche Weise zu bewegen.

Wenn du z. B. BODYPUMP unterrichtest, fühlst du dich wahrscheinlich wohl bei Deadlifts, Squats und Lunges, sprich: Bei all den Bewegungen, die du in deinen Classes immer wieder ausführst. Etwas auszuprobieren, bei dem du dich unwohl fühlst, holt dich aus deiner Komfortzone und kann dir dabei helfen, dich mit deinem Körper verbunden zu fühlen.

Ein toller Reiz ist sonst, eine Class zu absolvieren, die du auch in einer Fantastie-Welt niemals unterrichten würdest. BODYJAM ist überhaupt nicht dein Ding? BODYCOMBAT macht dir irgendwie Angst? Dann sind das genau deine Classes. Ich sorge so gerne in meinem Trainingsplan für Abwechslung. Das schafft neue Nervenbahnen im Gehirn und im Nervensystem, die dazu beitragen, dass ich auf Zack und leistungsfähig bleibe.“

Besuche die Classes deiner Kolleg*innen

„Ich besuche gerne die Kurse anderer Instruktor*innen, um zu sehen, wie sie sprechen, wie sie sich bewegen, wie sie die Energie im Laufe der Class rüberbringen – ich sauge einfach alles auf.

Wenn mir der Unterrichtsstil anderer positiv auffällt, z. B. in einer Yogastunde, dann analysiere ich genau, was mir gefallen hat und nutze es, um mich selbst beim Unterrichten weiterzuentwickeln. Die Instruktorin spricht vielleicht über den Einsatz des Atems, und ich überlege mir dann, wie ich diese Art von Cue auf mein Coaching bei LES MILLS GRIT anwenden kann. Vielleicht formuliere ich die Aussage ein wenig anders und passe sie an das jeweilige Programm an, aber ich kann dieselbe Botschaft übermitteln.

Ich gehe auch gerne zum Boxen. Mein Trainer ist Profiboxer und zu sehen, wie sich jemand bewegt, der schon über 100 Kämpfe bestritten hat, ist wirklich inspirierend. Er weiß definitiv, wovon er spricht und ich nehme gerne Anregungen von ihm in meine eigenen Classes mit. Auch wenn es ein ganz anderes Format als LES MILLS ist, kann ich mich von seinen Ideen und seinem Wesen wunderbar inspirieren lassen.“

Trau dich, kreativ zu sein

„Ich bin ein sehr visueller Mensch. Meine Frau sagt, dass ich sehr aufmerksam bin und immer mitbekomme, was um mich herum passiert. Das kommt wahrscheinlich von meiner Zeit als Tänzer, als ich darauf achten musste, Partner*innen im richtigen Moment aufzufangen!

Ich liebe es, Menschen zu beobachten, und das fließt auch in mein Coaching ein. Klingt seltsam, oder? Aber ich könnte zum Beispiel in einem Café sitzen und versuchen, eine Geschichte für die Menschen um mich herum zu erzählen. Das Paar da drüben hat sein erstes Date. Dieser Mann ist gestresst, weil er gerade seinen Job verloren hat. Ich versuche, ihre Körpersprache zu lesen und mir vorzustellen, wie sie sich fühlen könnten.

Das ist eine Übung, bei der es darum geht, den Kopf frei zu bekommen, damit Kreativität und Inspiration fließen können. Das hilft mir, neue Cues für meine Classes zu finden. Ein gängiger Cue für Squat Jumps ist z. B. „Schieß hoch wie eine Rakete“. Das hört man ziemlich häufig. Wenn du dich aber darin übst, Geschichten zu erfinden, fallen dir vielleicht ganz andere, kreative Dinge ein, die du sagen könntest. Es geht darum, auf Details zu achten, damit ich mir etwas einfallen lassen kann, was genau in dem Moment passt und woran sich meine Teilnehmer*innen erinnern werden. Und das wiederum wirkt sich auf meine Performance aus.“

Joash Fahitua ist Instruktor für BODYBALANCE, LES MILLS GRIT, LES MILLS CEREMONY und LES MILLS CONQUER. Er ist Tänzer und Choreograf und lebt in Auckland.