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    Fallstudien

    Mit Gruppenfitness in die Selbständigkeit

    Studiobesitzerin und LES MILLS Nationaltrainerin Irmi Angerer erfüllte sich einen langjährigen Traum und verriet uns im Interview, wie sie als gelernte Schreinerin und Bürokauffrau den Schritt in die Fitnessbranche wagte und sich mit ihrem eigenen Premiumstudio einen Namen gemacht hat.

    Les Mills

    Liebe Irmi, vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Könntest du uns eine kurze Zusammenfassung deiner bisherigen Berufslaufbahn geben?

    Damals gab es keinen wirklichen Bildungsweg in der Sportbranche, also habe ich Ausbildungen als Schreinerin und Bürokauffrau absolviert. Neben meinem eigentlichen Job hat es mich allerdings stets in die Fitnessszene gezogen – Ich habe viele Schulungen besucht und meine B-Lizenz Aerobic erworben, habe auf der Trainingsfläche eines Gyms gearbeitet, war selber als Gruppenfitness Managerin zur Betreuung eines Kursbereichs tätig und habe auch schon früher Gruppenworkouts wie Step und Langhanteltraining unterrichtet.

    Vor 19 Jahren, also im Jahr 2000, absolvierte ich meine erste LES MILLS Ausbildung und zertifizierte mich als BODYPUMP Instruktorin, gefolgt von BODYATTACK, BODYBALANCE, BODYJAM, LMI STEP, SH‘BAM, LES MILLS GRIT, LES MILLS SPRINT und (ehemals) BODYVIVE. Seit 2004 habe ich die große Ehre als Nationaltrainerin und Presenterin im deutschen LES MILLS Team tätig zu sein und die Programme BODYPUMP, LES MILLS TONE und LMI STEP zu repräsentieren und vor allem wundervolle neue Instruktoren-Talente auszubilden.

    2010 kam mein Sohn zur Welt. Zu dieser Zeit arbeitete ich als Studioleiterin im Quest Club in Kolbermoor. Mein erstes eigenes Studio eröffnete ich drei Jahre später, wo ich unter anderem selber 8 Kurse die Woche unterrichtete. Kurz darauf zog ich mit dem Studio nach Valley – schnell wurden aus 30 Mitgliedern 300 und aus 6 lizenzierten LES MILLS Programmen 10.

    Am 1. April 2019 erfüllte ich mir schließlich meinen langjährigen Traum und eröffnete mein eigenes, reines Gruppenfitnessstudio, Kia Ora Sports, das mittlerweile 400 Mitglieder zählt und mein ganzer Stolz ist. Eine erlebnisreiche aber erfolgreiche Reise bisher!

    Wie würdest du dein Studio beschreiben?

    Es ist ein sehr modernes Premiumstudio mit Herz und Seele. Der Name „Kia Ora“ kommt aus der Sprache der Neuseeländischen Maori und ist eine warme, herzliche und einladende Begrüßung. Wir bieten hier ausschließlich Gruppenfitnessprogramme von LES MILLS an – 10 Programme, 48 Kurse die Woche. In zwei großen Kursräumen mit Kapazitäten von bis zu 60, bzw. 30 Teilnehmern können sich unsere Mitglieder also komplett austoben.

    Unter dem gesamten Service- und Trainer-Team herrscht ein starker Zusammenhalt und unsere Kurse sind nicht abhängig vom Instruktor. Auf dem Kursplan stehen demnach keine festen Trainer – und unsere Mitglieder mögen alle gleich gern.

    Warum hast du dich entschieden, ein Studio zu eröffnen, das ausschließlich LES MILLS Kurse anbietet?

    LES MILLS hat mich fast seit Beginn meiner Fitnessreise begleitet und ich bin davon überzeugt, dass es die besten Gruppenfitnesskurse auf dem Markt sind. Punkt. Ich habe an den Kursen teilgenommen, unterrichte sie und bilde sie aus. Ich bekomme ständig großartiges Feedback von vielen Teilnehmern und Instruktoren und höre beeindruckende Erfolgsgeschichten. Für mich war von vorneherein klar, dass ich meinen Fokus im Studio auf nichts anderes legen würde. Geräte zum Beispiel würde ich mir nie auf die Fläche stellen, um Gottes Willen. Gruppenfitness ist das, was Teilnehmer motiviert und ein Studio-Business erfolgreich macht.

    Was hebt dein Studio neben dem Kursangebot von anderen Studios ab?

    Das Studio ist extrem modern und die Kursräume einladend, groß und gut ausgestattet. Die Umkleiden und Duschen sind geräumig und es ist unsere absolute Mission, noch am selben Tag Reparaturen durchzuführen, sollte doch mal etwas kaputt gehen oder gewartet werden müssen. Es ist mir extrem wichtig unseren Mitgliedern ein Rundum-Erlebnis zu bieten, vom ersten Schritt an der Rezeption bis zum verdienten Kaffee oder Shake nach dem Workout. Einmal pro Monat gebe ich im Studio selber eine Ausbildung und ich möchte, dass auch Fremde mit einem positiven Eindruck nach Hause gehen.

    Ein weiteres wichtiges Merkmal von Kia Ora Sports sind unsere qualitativ hochwertig ausgebildeten Trainer und vor allem ihr eigener Antrieb, sich stets fortzubilden und dazu zu lernen, um die Qualität ihrer Kurse zu gewährleisten. Außerdem herrscht in dem 16-köpfigen Instruktoren-Team eine sehr geringe Fluktuation, was unüblich für die Branche ist.

    Was schätzen deine Mitglieder am meisten am Kursangebot und welches Programm ist deiner Meinung nach das beliebteste?

    Das Schöne an den Kursen ist natürlich, dass man bekommt, was „draufsteht“. Bei den vor-choreografierten Formaten weiß man, was einen erwartet und man kann sich auch bei wechselnden Instruktoren darauf verlassen, sein gewohntes Trainingserlebnis zu bekommen. Außerdem macht es das Training ja auch vergleichbar: Von Woche zu Woche kann man seine Leistung steigern, mehr Gewicht nehmen, mehr Wiederholungen schaffen, und sieht so deutliche Verbesserungen – das motiviert natürlich!

    Die Programmvielfalt von LES MILLS und die einhergehende Musik bietet etwas für Jedermann. Ob man sich richtig auspowern möchte, den Fokus auf Muskeldefinition setzt oder sich nach Entspannung nach einem stressigen Tag sehnt. Unsere Instruktoren leben die Essenz jedes Programms und vermitteln diese an unsere Mitglieder.

    Ich kann gar nicht sagen, welches das beliebteste Programm ist, denn sie laufen alle richtig gut. Das soll nicht überheblich klingen aber die Kurse sind ja schließlich auch Fokus meines Studios – wäre blöd, wenn sie nicht laufen würden. Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich sagen: BODYBALANCE, BODYPUMP, BODYCOMBAT und mein persönlicher Favorit LES MILLS TONE.

    Ich liebe TONE, weil es einfach ist. Die Mischung aus Kraft, Cardio, Core und Cool-down deckt alle Trainingsbedürfnisse ab und spricht außerdem männliche Kursteilnehmer an, da das Programm keine schwierigen Aerobic-Schritte enthält. Durch die funktionellen Übungen werden mehrere Muskelgruppen gleichzeitig angesprochen und die Musik ist total cool! Wer es noch nicht ausprobiert hat sollte sich auf jeden Fall mal trauen!

    Wie stehst du als Nationaltrainerin und Presenterin zum Thema virtuelle Kurse?

    Am Anfang habe ich von virtuellen Kursen tatsächlich nichts gehalten. Manchmal stehe eben auch ich LES MILLS kritisch gegenüber. Nachdem mir dann aber die Vorteile erklärt wurden, sah ich den Mehrwehrt für ein Studio, vor allem für reine Kursstudios wie meines. Virtuelle Kurse stehen den Mitgliedern auch zu Randzeiten zur Verfügung und so kann man zusätzlich ganz andere Zielgruppen erschließen. Eines der häufigsten Argumente gegen eine Mitgliedschaft lautet „Ich habe keine Zeit.“ Mit Virtual kann ich diese Aussage entkräften. Momentan bieten wir noch keine virtuellen Kurse an aber ich kann es mir wie gesagt sehr gut als Ergänzung zu meinem Konzept vorstellen.

    Worauf arbeitest du hin, was sind deine langfristigen Ziele? Und wie möchtest du sie erreichen?

    Einer meiner mittel- bis langfristigen Fokusse ist Gewinnung von Neukunden. Momentan zählt das Studio rund 400 Mitglieder und mein Ziel liegt natürlich noch höher. Die Rate der Kündigungen und Vertragsabläufe ist extrem niedrig, der Mitgliederverlust ist also sehr gering. Ich habe sehr loyale Kunden.

    Der Frauenanteil im Studio beträgt ca. 70 %, doch wir sehen, dass auch immer mehr Männer Interesse an Gruppenfitness finden und weg vom klassischen Bodybuilding hin zu athletischen Körpern trainieren – das erreichen sie prima durch Kurse wie LES MILLS GRIT, CXWORX, BODYCOMBAT oder BODYPUMP.

    Die Herausforderung ist es, auf dem Markt präsent zu sein und sich einen Namen zu machen. Sich über sein Marketing Gedanken zu machen sollte nicht zu kurz kommen, denn ohne Werbung geht nichts! Wir haben teilweise zwei Aktionen gleichzeitig laufen, z.B. trainiere ab Oktober aber zahle erst im Januar oder eine Abnehm-Challenge in Kombi mit den Kursen. Tatsächlich haben wir es so geschafft, im gefürchteten Sommerloch unsere Mitgliederzahl zu steigern, anstatt uns über Absprünge Sorgen machen zu müssen.

    Wichtig sind auch unsere Bestandskunden, die hervorragende Sprachrohre und Befürworter sind. Glückliche Mitglieder empfehlen uns weiter und das schlägt große Kreise. Für die dreimonatlichen Einführungs-Events der neuen Releases kann man Freunde und Bekannte in eine Liste eintragen, die dann kostenfrei in die Kurse schnuppern dürfen. Das funktioniert für uns echt super gut.

    Marketing-technisch versuche ich alle Register zu ziehen: das Instruktoren-Team bewirbt Aktionen in ihren Live-Kursen, ich lege Wert auf eine aktuelle und nutzerfreundliche Webseite, wir sind präsent auf Facebook und Instagram und einmal im Monat versende ich einen Newsletter mit relevanten Inhalten für meine Mitglieder. Auch Print-Anzeigen funktionieren für uns. Bei besonderen Preisangeboten lasse ich Flyer drucken, die der Tagespost beigelegt werden. Wenn ich ein „Kia Ora“-T-Shirt im Supermarkt trage, werde ich sogar erkannt und angesprochen. Das freut mich natürlich sehr.

    Marketing ist ein weites Feld aber man kann auch mit einfachen Mitteln eine große Wirkung erzielen. Das Beste ist ja eigentlich, dass man sich um die Produktion des meistens sehr teuren Materials gar keine Gedanken machen muss, denn LES MILLS stellt alles zur Verfügung: Bilder, Videos, Poster, Kursgutscheine, Texte und sogar Anleitungen, wie man das alles benutzt. Als Studiobesitzer muss ich mich nur noch entscheiden, was ich wo publizieren möchte.

    Deine Reise in die Selbständigkeit ist sehr beeindruckend. Welche Tipps würdest du abschließend einer Person geben, die Interesse daran hat, sich mit LES MILLS selbstständig zu machen?

    1. Erfahrung! Viele Leute denken, dass man nach einem absolvierten Kurs oder einer erfolgreichen Grundausbildung zum Instruktor bereits ein Studio eröffnen könne. Das spricht natürlich für eine gewisse Leidenschaft für das Produkt allerdings hat es mir unglaublich geholfen, jegliche Abläufe eines Studios in meiner Zeit bei Quest kennenzulernen und mal hinter die Kulissen zu schauen – dort hat einfach alles begonnen.
    2. Für jedes Programm ausreichend Instruktoren ausbilden lassen – mindestens 4 pro Programm!
    3. Als Studioinhaber nicht unersetzbar sein wollen – man sollte sein Team so aufstellen, dass man ohne Probleme auch mal in den Urlaub fahren kann. Ich habe eine stellvertretende Studioleitung eingestellt, die mit jeglichen Abläufen vertraut ist.