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    Fitness Trends

    Sechs Fitness-Trends für das neue Jahr

    Neue Technologien treffen auf Altbewährtes: Das Jahr 2019 scheint für die Fitnessbranche ein vielversprechendes zu werden. Wir verraten Ihnen die sechs Top-Trends für das neue Jahr.

    Jak Phillips

    Zusammenfassung

    • Angesichts der rasanten Digitalisierung und der Tatsache, dass menschliche Ansprechpartner zunehmend verschwinden, sind talentierte Instruktoren für Fitnessstudios wichtiger denn je. Sie zu finden bleibt eine Herausforderung.
    • Fitnessstudios werden stylischer. Eine hochwertige, stilvolle Einrichtung wird, besonders bei Boutique-Studios, immer wichtiger. Mitglieder geben sich nicht mehr mit dem Durchschnitt zufrieden.
    • Low-Budget-Studios erweitern ihr Angebot zunehmend um Premium-Angebote wie Gruppenfitnesskurse und andere Dienstleistungen, um Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten und sie langfristig an sich zu binden.
    • Fortschrittliche Unternehmen setzten auf nutzergenerierte Inhalte in den sozialen Netzwerken, d. h. sie nutzen Mitglieder für ihr Marketing.

    Die Fitnessbranche entwickelt sich rasant und fällt ihrem eignen Erfolg zum Opfer. Die Fitnessbranche boomt und wird von Jahr zu Jahr stärker, was zugleich mit großen Herausforderungen verbunden ist. Das gilt auch für das kommende Jahr, in Anbetracht steigender Verbrauchererwartungen und einer immer härteren Konkurrenz.

    2018 hat Virtual Fitness den Durchbruch in Fitnessstudios geschafft. Studiobetreiber haben das Potenzial dieses Formats entdeckt, mit dem sie ihren Mitgliedern rund um die Uhr Kurse anbieten können. Der Wettbewerb verschärfte sich weiter an beiden Enden des Marktes: Sowohl Low-Budget-Studios, als auch Boutique-Studios erweiterten ihr Angebot erheblich, was zu beträchtlichen Investitionen in den beiden wachsenden Marktsegmenten führte. Gleichzeitig zeigten Technik-Giganten wie Apple und Google unverändert großes Interesse am Fitnessmarkt und warteten mit diversen neuen Applikationen und Fitness-Trackern auf.

    Was erwartet uns im Jahr 2019? Und wie können Fitnessstudios ihre Position im Herzen eines so rasant wachsenden Marktes stärken? Hier sind meine Gedanken dazu.

    Zwischenmenschliche Beziehungen im Fokus

    Im Zeitalter technologischer Fortschritte und Innovationen, in dem der Blick stets in die Zukunft gerichtet ist, gibt es einen Aspekt fernab der digitalen Welt, der zunehmend wichtig wird: zwischenmenschliche Beziehungen. Menschen, die andere mitreißen und motivieren, sind für Fitnessstudio nach wie vor das einzig wahre Alleinstellungsmerkmal, das von Konkurrenten nicht kopiert werden kann. Aus einem IHRSA Report, bei dem 86 europäische Fitnessstudiobetreiber befragt wurden, geht hervor, dass die größte Herausforderung darin besteht, fähige Mitarbeiter zu finden und sie ans Unternehmen zu binden. Es überrascht nicht, dass motivierende Instruktoren immer wichtiger werden, denn Millennials (die aktuell größte Zielgruppe) legen bei der Wahl eines Fitnessstudios vermehrt Wert auf ein besonderes Trainingserlebnis.

    Und dieses hängt nach wie vor allem von den Mitarbeitern ab. Ein einziger Gruppenfitness-Instruktor kann es schaffen, jede Woche hunderte loyaler Mitglieder in Ihr Studio zu ziehen. Ein Beispiel: Die britische Fitnessstudiokette Village konnte die Gruppenfitnessteilnahme um ganze 40 Prozent steigern, nachdem die Gruppenfitness-Instruktoren speziell geschult wurden. Rechnen Sie damit, dass Fitnessstudios im neuen Jahr vermehrt in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren werden, um sich von der Konkurrenz abzuheben.

    Architektur und Design

    Für jüngere Zielgruppen (sowohl Millennials als auch die Generation Z) steht ein positives Kundenerlebnis im Vordergrund – das beginnt am Empfangstresen und endet bei der Einrichtung des Fitnessstudios. Ein ansprechendes Design wird demnach immer wichtiger. High-End-Studios wie Equinox, Lifetime, Midtown Athletic oder Third Space setzen auf extravagantes Interieur und beauftragen Star-Architekten, die opulente Designs entwickeln. Gleichzeitig sorgen Statement-Konzepte wie das „Spinning Amphitheater“ von 1Rebel oder „The Theater“ von Midtown Chicago für Furore und setzten völlig neue Maßstäbe in puncto Trainingserlebnis.

    Diese Veränderung werden sich nach und nach auch in der Mainstream-Fitnessbranche bemerkbar machen, wo Studios (und ihre Mitglieder) sich nicht mehr mit dem Durchschnitt zufriedengeben. Kahle Räume und Spiegelwände waren gestern. Heute setzt man auf ausgefallenes Interieur und stilvolle Lichtkonzepte. Virtual Fitness ist auf dem Vormarsch. In Anbetracht dessen investieren Fitnessstudios in eine ansprechende Gestaltung von Kursräumen, hochwertige Video- und Soundsysteme, Mehr-Bildschirm-Technologien und hochwertige LED-Bildschirme, um das Trainingserlebnis zu verbessern.

    Freund oder Feind?

    Nachdem Fitnessstudios ihre Mitglieder in den letzten zehn Jahren eher vernachlässigt haben, legen Boutique- und Box-Studios vermehrt Wert darauf. Traditionelle Fitnessstudios versuchen, auf den Zug des Boutique-Booms aufzuspringen und versuchen, ihre Mitglieder zu halten, indem sie verstärkt auf Gruppenfitness setzten und etwa Cycling, HIIT oder Boxen mit in ihr Angebot aufnehmen. Die Fitnessstudiokette David Lloyd hat mit Blaze, einem neuen, auf HIIT basierenden Konzept hohe Wellen geschlagen. Es soll bis Frühling 2019 in 63 Studios in Großbritannien angeboten werden. Gleichzeitig haben zahlreiche Fitnessstudios weltweit hochwertige Gruppenfitness-Programme lizenziert und bieten sie in hochmodernen Kursräumen an.

    Doch auch Boutique-Studios schauen sich etwas bei traditionellen Fitnessstudios ab: das vielfältige Angebot an Trainingsmöglichkeiten. Boutique Studios sind ursprünglich dafür bekannt, sich in einem Bereich zu spezialisieren. Führende Studios wie SoulCycle oder Space Cycle, das in China derzeit auf dem Vormarsch ist, sind jedoch dabei, sich breiter aufzustellen und ihr Trainingsangebot zu erweitern. Diese Umorientierung könnte als Reaktion auf die härtere Konkurrenz und schwierigere Marktbedingungen betrachtet werden, da Geldgeber zunehmend die Hähne zudrehen. Nach vorsichtigen Schätzungen schreiben bis zu 40 % der Boutique-Studios rote Zahlen. Es ist daher damit zu rechnen, dass mehr und mehr Boutique-Studios ihr Angebot erweitern, um ebenso profitabel zu werden wie große Box-Studios.

    Low-Budget-Studios denken um

    In den letzten zehn Jahren haben Low-Budget-Studios ein rasantes Wachstum erlebt, doch die Konkurrenz wird immer härter – alle wollen ein Stück vom Kuchen. Das zwingt Niedrigpreis-Anbieter, sich breiter aufzustellen. Ein unerbittlicher Preiskrieg führt unweigerlich zu einem Unterbietungswettbewerb. Daher setzen viele Low-Budget-Studios stattdessen vermehrt auf Premium-Angebote wie Gruppenfitness und andere Dienstleistungen, um ihren Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten, ihre Umsätze zu steigern und ihre Mitglieder langfristig an sich zu binden.

    Low-Budget-Studios haben für eine Lücke im mittleren Marktsegment gesorgt. Es ist damit zu rechnen, dass sie selbst es sein werden, die (mit einem breiteren Angebot und modernerem Design) diese Lücke füllen werden und gewissermaßen zur abgespeckten Version der Studios werden, die sie ursprünglich vom Markt gedrängt haben. In Anbetracht dessen, dass einige der größten Low-Budget-Studios ihre Muskeln auf der internationalen Bühne zeigen wollen, ist diese Entwicklung unumgänglich. Planet Fitness ist ein Franchisegeber und Betreiber von Fitnesscentern in USA und betreibt dort über 1.500 Studios. Lange wurde vermutet, dass das Unternehmen nach Europa expandieren würde. Ein Schritt in die entgegengesetzte Richtung über den Atlantik hin zum europäischen Low-Budget-Giganten Basic-Fit (565 Studios und weitere in Planung) könnte die Situation mit den US-Rivalen dennoch verschärfen.

    Fitnessstudios denken in größeren Dimensionen

    Schon seit Jahren sprechen wir darüber, dass Fitnessstudios über den Tellerrand hinausschauen und umdenken müssen. Es sieht so aus, als würde das im Jahr 2019 endlich funktionieren. In einer 24/7-Branche, in der es unzählige Fitness-Angebote gibt, wird Fitnessstudiobetreibern zunehmend bewusst, wie wichtig die Beziehung zu ihren Mitgliedern ist. Und sie machen ihre Sache immer besser.

    Das Fitnessstudiomitglied von heute hat hohe Erwartungen: Etwa eine Studio-App, über die bequem vom Smartphone aus Informationen eingeholt oder Kurse gebucht werden können. Viele Fitnessstudios arbeiten auch mit Streaming-Diensten zusammen, um auf die wachsenden Anforderungen zu Hause und über das Studio hinaus eingehen zu können. Virtual Fitness stellt keinesfalls eine Gefahr für Fitnessstudios dar. Ganz im Gegenteil: Angebote dieser Art helfen Mitgliedern, regelmäßig zu trainieren und tragen so zur Mitgliederbindung bei. Konzepte wie LES MILLS On Demand bieten Fitnessstudios durch ihr „Shared Income Model“ eine Möglichkeit, Umsätze zu steigern.

    Mitglieder als Marketing-Tool

    Fitness ist eines der beliebtesten Themen in den sozialen Netzwerken und jede Woche werden Millionen neuer Posts dazu verfasst. Doch in dieser Flut von Selfies und Hashtags haben es Fitnessstudios schwer, sich von der Konkurrenz abzuheben, eine treue Followerschaft aufzubauen und so ihre Mitgliederzahlen zu steigern. Hier gilt es, intelligent vorzugehen. Anstatt mit dem Kopf durch die Wand zu gehen und Unsummen in Marketinginhalte zu investieren, denken viele Fitnessstudios inzwischen um: sie animieren ihre Mitglieder, Marketing-Content für sie zu erstellen.

    Durch die Nutzung innovativer Plattformen wie Upshow nutzen Studios wie Midtown Athletic Clubs oder Crunch Fitness West Florida bereits das Potenzial nutzergenerierter Marketing-Inhalte. Durch einen Marketing-Ansatz, der auf nutzergenerierten Inhalten basiert, konnte Crunch Fitness die Anzahl der mit Hashtags versehenen Posts in nur 8 Monaten um 1.550 % steigern und hunderte neuer Mitglieder gewinnen. Das Franchise-Studio verzeichnete kürzlich unglaubliche 3.000 Neuanmeldungen am ersten Tag des Vorverkaufs für den neuen Riverview Club und nutzt ebenfalls die sozialen Medien, um die Mitgliederbindung zu stärken. Ein wichtiger Aspekt, der Millennials und die Generation Z eint: Ihr Medienkonsum wird vom Smartphone geprägt. Social-Media-Kanäle sind für das Fitnessstudio von heute daher das Aushängeschild.