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    Fitness Trends

    Zurück ins Fitnessstudio

    Mit dem vielfältigen Angebot an Spaß, Motivation und unzähligen Vorteilen für unsere körperliche und mentale Gesundheit, sind Fitnessstudios unsere Festung für Trainingsroutinen. Ist jetzt – wo nach und nach die Tore der Studios weltweit wieder öffnen – die Zeit, um endlich wieder so zu trainieren, wie wir es kennen und lieben?

    „Wann können wir zur Normalität zurückkehren?“ Das ist die Frage, die während der letzten Monate omnipräsent war, wenn es um unser Training ging.

    Im Zuge der globalen Pandemie kann die Rückkehr zu den gewohnten Trainingsroutinen mit einigen Herausforderungen verbunden sein und bringt einige Unsicherheiten bezüglich Sicherheit beim Training mit sich.

    Was wir mit Gewissheit sagen können ist: Dauerhafte Inaktivität kann katastrophale Konsequenzen für unsere körperliche und mentale Gesundheit nach sich ziehen, ganz zu schweigen von den Folgen für die Wirtschaft und unsere Umwelt.

    Allein in den USA werden chronische Krankheiten, die durch regelmäßige Bewegung verhindert werden können, im Zeitraum 2016-2030 mit voraussichtlich 42 Billionen US-Dollar zu Buche schlagen. Eine kürzlich durchgeführte McKinsey-Studie hat ergeben, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen einer besseren Gesundheit der Weltbevölkerung bis 2040 zu einem Anstieg des globalen BIP um 12 Billionen US-Dollar führen könnten – ein Anstieg um 8 Prozent. Wenn wir jetzt in diesen Bereich investieren, könnte dies bei der Erholung der Wirtschaft nach den Einbrüchen durch Corona wieder für einen Aufschwung sorgen.

    Wir haben vor einiger Zeit bereits darüber berichtet, dass Bewegung und Training in Form einer Pille ein wahres Wundermedikament wäre. Bewegung ist einfach die beste Medizin, denn sie kann so vieles zum Positiven beeinflussen: vom allgemeinen Wohlbefinden über Muskel- und Knochenerkrankungen bis hin zu Herz-Kreislauf-Problemen, Krebs, Diabetes, Multipler Sklerose, psychischer Gesundheit, Angstzuständen und Depressionen.

    DER BRÜCKENSCHLAG ZU CORONA

    Besonders relevant ist eine neue wissenschaftliche Arbeit des Wissenschaftlers David C. Nieman, in der er vorschlägt, dass regelmäßige körperliche Aktivität als eine Schlüsseltaktik zur Verringerung unseres Risikos am Coronavirus zu erkranken betrachtet werden sollte – ähnlich wie die Einhaltung von Mindestabständen, regelmäßigem Händewaschen und das Tragen eines Mund- und Nasen-Schutzes.

    In seinem Artikel weist Nieman darauf hin, dass regelmäßiges aerobes Training die immunologische Fitness erhöht. Das heißt im Grunde, dass Bewegung die Durchblutung erhöht und die weißen Blutkörperchen mobilisiert, die eine der Hauptabwehrkräfte gegen schädliche Mikroben sind.

    Regelmäßige Bewegung schützt auch vor Fettleibigkeit, die, wie Nieman deutlich macht, „das Risiko für Menschen mit einer der drei häufigsten Vorerkrankungen Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen, deutlich erhöht". Es liegt auf der Hand, dass Bewegung auf der ganzen Welt von entscheidender Bedeutung ist, um einem erneuten Corona-Ausbruch vorzubeugen. Wie können wir also sicherstellen, dass wir uns ausreichend bewegen?

    GEWOHNHEITEN SIND DER SCHLÜSSEL

    Der weltweite Lockdown hat uns einen großen Schritt nach vorne gebracht, wenn es darum geht, auch Zuhause zu trainieren und Menschen auch in ihren eigenen vier Wänden dazu zu bringen in Bewegung zu bleiben. Das bringt allerdings auch die unangenehme Frage mit sich, ob Fitnessstudios und ihre Angebote weiterhin benötigt werden. Es ist einfach so: Niemand hat das Patent für Push-Ups inne und es gibt kein besseres Laufband als die freie Natur. Woran liegt es also, dass Studiomitglieder im Durchschnitt 14 Mal aktiver sind als Personen, die nicht in einem Fitnessstudio angemeldet sind? Ein Grund dafür ist, dass Fitnessstudios nicht einfach nur Trainingsmöglichkeiten anbieten, sondern sie motivieren uns. Motivation ist und bleibt der Schlüssel für regelmäßiges Training und ist der hauptsächliche Grund, warum Fitnessstudios überhaupt existieren.

    „Mitglieder von Fitnessstudios sind im Durchschnitt 14 Mal aktiver als Menschen, die nicht in einem Studio angemeldet sind.“

    Es gibt viele Formen von Motivation. Zu den mächtigsten Motivatoren gehören die persönliche Verpflichtung an sein Training und das Gefühl der Verbundenheit, das wir durch die Interaktion mit anderen Menschen bekommen. Nirgendwo wird dies deutlicher als bei einem Live-Gruppenfitnesskurs.

    „Es geht nichts über eine Live-Class“, sagt Les Mills Chief Creative Officer Dr. Jackie Mills M.D. „Jedes Mal ist die Atmosphäre im Raum einfach unglaublich, die Musik spornt die Teilnehmer an und alle trainieren zusammen und feuern sich gegenseitig an. Das Gefühl von sozialer Verbundenheit und eigenem Verantwortungsbewusstsein für seine Trainingsziele bleiben unübertroffen.“

    DIE ZAHLEN LÜGEN NICHT

    Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass sich dieser Sinn für Verbundenheit und Pflichtbewusstsein auszahlt. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns mehr bewegen, größer ist, wenn wir gemeinsam mit anderen trainieren, als wenn wir unsere Workouts alleine absolvieren. Die Wissenschaft zeigt, dass Gruppenfitness zu einem höheren Maß an Freude und Zufriedenheit am Training führt. Es gibt darüber hinaus Hinweise darauf, dass es auf uns abfärbt, wenn wir von Menschen umgeben sind, die einen gesunden Lebensstil führen.

    „Es geht nichts über eine Live-Class[…] Jedes Mal ist die Atmosphäre im Raum einfach unglaublich, die Musik spornt dich an und alle trainieren zusammen und feuern sich gegenseitig an. Das Gefühl von sozialer Verbundenheit und eigenem Verantwortungsbewusstsein für seine Trainingsziele bleiben unübertroffen.“ - Dr. Jackie Mills

    Eine im Obesity Journal veröffentlichte Studie zeigte außerdem, dass übergewichtige Menschen mehr Gewicht verlieren, wenn sie Zeit mit aktiven Freunden verbringen. Je mehr Zeit sie mit diesen Freunden verbrachten, desto mehr Gewicht verloren sie. Dies wird durch eine weitere Studie der medizinischen Fakultät der Universität von Pittsburgh bestätigt, die ergab, dass 95 Prozent derjenigen, die eine Diät zusammen mit einem Freund beginnen, diese auch abschließen, wohingegen nur 76 Prozent es bis zum Ende schaffen, wenn sie eine Diät alleine machen.

    Es gibt auch Belege für den Kohler-Effekt, der besagt, dass wir uns selbst mehr anstrengen, wenn wir zusammen mit anderen trainieren. Eine Studie verglich Menschen, die alleine einen Unterarmstütz machten mit Menschen, die dieselbe Übung mit einem Trainingspartner (der etwas fitter war) machten. Wenn sie mit einem fitteren Partner trainierten, zeigten die Personen deutlich mehr Motivation und Durchhaltevermögen und steigerten ihre Ausdauer den Unterarmstütz zu halten, um 24 Prozent. Eine andere Studie der Kansas State University ergab, dass das Training zusammen mit anderen Menschen eines ähnlichen Fitnesslevels die Trainingszeit und -intensität um 200 Prozent erhöhen kann.

    DAS COMEBACK DER FITNESSSTUDIOS

    Wie bereits erwähnt ist Motivation eines der wichtigsten Schlüsselelemente für regelmäßiges Training und deshalb ist es so wichtig, Fitness- und Gesundheitsstudios – und all die Dinge, die sie so wertvoll machen – so schnell wie möglich wieder in den Alltag zu integrieren.

    Da Fitnessstudios in vielen Ländern zu den ersten öffentlichen Einrichtungen gehören, die geschlossen wurden und zu den letzten, die wiedereröffnet werden durften, wurden Studios weltweit von der Coronakrise hart getroffen. Die Fehlinformation, dass das Coronavirus durch Schweiß verbreitet werden kann (dies ist nicht der Fall), hat ein Comeback der Fitnessstudios stark verlangsamt. Nach und nach versuchen Studios wieder auf die Beine zu kommen, was ihren Mitgliedern den langersehnten Wunsch nach Motivation und Routine endlich erfüllt. Es wurden neue strenge Hygienemaßnahmen zum Schutz der Sicherheit der Mitglieder eingeführt, dessen Wirksamkeit durch die neuesten Forschungsergebnisse bestätigt werden.

    Im vergangenen Monat kam eine Studie von Forschern der Universität Oslo (die noch von Fachkollegen geprüft werden muss) zu dem Schluss, dass „keine erhöhte Ansteckungsgefahr durch Corona“ in Fitnessstudios besteht, selbst wenn ein intensives Training stattfindet.

    „Forscher kommen zu dem Schluss, dass „keine erhöhte Ansteckungsgefahr durch Corona“ in Fitnessstudios besteht, selbst wenn ein intensives Training stattfindet.“

    In der Zwischenzeit hat ein Briefing der IHRSA an US Gouverneure die Vorteile von regelmäßigem Training mit wissenschaftlichen Erkenntnissen untermauert, die zeigen, dass Fitnessstudios bei der Übertragung des Coronavirus kein höheres Risiko als andere öffentliche Einrichtungen darstellen, solange alle entsprechenden Abstands- und Hygienerichtlinien befolgt werden. Es wurde festgestellt, dass „es bisher in keinem Studio in den Vereinigten Staaten Hinweise auf eine Verbreitung von Corona gegeben hat“, auch nicht bei intensiven Trainingseinheiten.

    GEWOHNHEITEN FÜR MEHR AKTIVITÄT BEIBEHALTEN

    Der leitende medizinische Berater der britischen Regierung, Chris Whitty, brachte es auf dem Punkt, als er am 15. April ein tägliches Corona-Update teilte.

    Der britische Gesundheitsminister verdeutlichte, dass körperliche Aktivität „sehr wichtig für die langfristige Gesundheit“ und entscheidend dafür ist, dass die Menschen gegen die andauernde Pandemie ankämpfen können.

    „Es gibt keine Situation, kein Alter und keinen Zustand, in der Bewegung keine gute Sache ist...Bewegung ist wahrscheinlich das Beste, was man machen kann.“

    Während sich die Welt nach dieser weltweiten Pandemie im Anpassungsprozess befindet, seine Lehren aus den letzten Monaten zieht und unzählige Sicherheitsmaßnahmen einführt, scheint es, als könnten wir langsam beginnen zur neuen Normalität zurückzukehren. Aus der Fitnessperspektive bedeutet das, dass wir beginnen können, das Wundermittel Bewegung wieder so zu konsumieren, wo und wie wir es lieben.