KÖNNEN LIVE UND VIRTUAL CLASSES JE
PARALLEL EXISTIEREN?

“Bei LES MILLS Newmarket in Neuseeland werden sogar 80% der Studiobesuche durch Gruppenfitness generiert, wovon 23% auf Virtual Classes entfallen."

Virtual. Dieser Begriff ist aktuell in aller Munde. Experten sprechen sogar davon, dass 2018 für den Durchbruch von Virtual Classes steht. Doch bedeutet das, dass die Tage von Live Classes gezählt sind? Und wie können Studios hier die richtige Balance finden?

Jak Phillips sprach mit Keith Burnet, CEO Global Markets von LES MILLS, über Millennials, Mitgliedergewohnheiten und ob Live Classes im virtuellen Zeitalter immer noch überleben können.

Bedeutet das Aufstreben virtueller Fitness eine Bedrohung für Live Classes?

Überhaupt nicht, das Gegenteil ist der Fall. Studien belegen, dass mit der Einführung von Virtual die Teilnahmen an Live Classes im Schnitt um 12 % steigen. Das legt die Vermutung nahe, dass Virtual sogar als Türöffner zu Live Classes fungiert. Live Gruppenfitnesskurse werden immer das absolut wichtigste sowohl für Studios als auch für LES MILLS sein. Es ist wie in der Musikindustrie: Heutzutage legen die Menschen sehr viel Wert darauf, Musik auf unterschiedliche Arten zu konsumieren und dennoch ist Live-Musik beliebter denn je. Die besten Fitnessstudios werden immer Live Classes mit ihren besten Instruktoren anbieten. Sie werden zusätzlich auch ihr Virtual Fitness Angebot stark ausbauen, denn dies ermöglicht Mitgliedern eine größer Auswahl und natürlich auch die "always on" Verfügbarkeit, die gerade Millennials und die Generation Z mittlerweile als selbstverständlich ansehen.

Wie groß ist trotzdem noch der Unterschied in der Qualität zwischen Live und Virtual Classes?

Der Abstand zwischen einem Live und einem virtuellen Fitnesserlebnis wird immer kleiner je besser der Content wird. Allgemein ist aktuell die Qualität virtueller Workouts sehr niedrig, wodurch die Beliebheit von LES MILLS Virtual natürlich bestärkt wird. Das Erlebnis ist der absolute Erfolgsfaktor bei virtuellem Training und wir können die betrieblichen Benefits - bessere Kursraumauslastung zu Randzeiten, vollere Kurspläne, zufriedenere Mitglieder - erst dann für uns nutzbar machen, wenn wir unseren Mitgliedern high-quality Workouts bieten. Die nächste Generation Virtual steht bereit und virtueller Content in Kino-Qualität ist ein absolutes Muss wenn Studios die immer steigenderen Erwartungen ihrer Mitglieder erfüllen wollen. Neben dem Content brauchen Studios natürlich auch einen high-quality Kursraum für ihre virtuellen Kurse. Investitionen in Screens, Lautsprecher, Equipment und Lichtanlagen sind ebenfalls ausschlaggebend für das virtuelle Fitnesserlebnis.

Was bedeuten diese Verbesserungen für Studios und Instruktoren?

Bessere Virtual Fitnesserlebnisse bedeuten, dass Live Instruktoren sich ein bisschen mehr ins Zeug legen müssen, um ihre Classes so motivierend und einzigartig wie möglich zu halten. Diese Verbesserungen kommen wirklich jedem zugute, sowohl Studiobetreibern, Instruktoren als auch natürlich Mitgliedern. Der Qualitätszuwachs an virtuellem Fitness-Content sorgt auch dafür, dass der Standard von Live Kursen automatisch steigt um weiterhin als Premium-Fitnesserlebnis gelten zu können. Menschen sind aktuell noch der Meinung, dass es nur entweder Live oder Virtual in einem Studio geben kann. Doch in Wirklichkeit sind diejenigen Studios am erfolgreichsten, die ihren Mitgliedern ein ausgewogenes Gleichgewicht anbieten. Dieses Zusammenspiel wird insbesondere dann interessant wenn z.B. ein Instruktor in seiner Live Class die Virtual Class auf einem Bildschirm im Hintergrund laufen lässt und sich somit mehr auf das Coaching der Class bezüglich Haltung und Technik konzentrieren kann.

Wie beeinflusst das LES MILLS in der Art und Weise Virtual Classes zu produzieren?

Wir haben das Glück, dass wir bereits seit Jahrzehnten unsere Masterclasses filmen, um unsere Instruktoren zu lehren, wie sie eine großartige Class unterrichten können. Dementsprechend war das Filmen von Classes, die für Endkonsumenten bestimmt sind, kein großer Unterschied. Darüber hinaus sind wir ständig dabei LES MILLS Virtual weiterzuentwickeln, den Prozess noch weiter zu optimieren und zu vereinfachen. Wir lernen immer wieder dazu, indem wir die Grenzen immer weiter austesten, an verschiedenen Locations filmen und dadurch den Wert der Produktion steigern und das Erlebnis perfektionieren. Allein aufgrund der Tatsache, dass wir unsere Classes als Live Classes filmen, also mit echten Teilnehmern, transportieren wir diese Atmosphäre mit den entsprechenden Geräuschen in den Kursraum. So entsteht beim Mitglied vor dem Screen der Eindruck, mitten drin zu sein anstatt einfach nur einen Trainer auf der Leinwand anzuschauen.

Wenn wir die Atmosphäre nun vernachlässigen, wie kann LES MILLS garantieren, dass Virtual Classes genauso effektiv und sicher sind wie Live Classes?

Wir haben unseren Fokus sehr stark darauf gelegt, den Unterschied zwischen einer Virtual und einer Live Class so gering wie möglich zu halten. Dies hatte zur Folge, dass wir beim Filming der Virtual Classes maßgeschneiderte neue Kamerawinkel einsetzen, um den Trainierenden vor dem Screen die korrekte Haltung und Bewegungen besser zeigen zu können. Außerdem haben wir die Nachbearbeitung so angepasst, dass die Teilnehmer bei jedem Wechsel mehr Zeit haben, ihr Equipment Set Up korrekt durchzuführen. Zusätzlich stellen wir sicher, dass die Presenter sich noch mehr ins Zeug legen, die Teilnehmer zu motivieren, um so ein besseres Connecting-Gefühl beim Trainierenden zu erreichen.

Sorgt der Boom von Virtual Fitness dafür, dass Fitnessstudios nun datenbasierter werden wenn es darum geht, den Erfolg von Gruppenfitness zu messen?

Das hoffe ich sehr! Ich ermutige immer wieder Studios dazu, ihre Teilnehmerzahlen zu messen - viele machen dies immer noch nicht und das macht es sehr schwer zu erkennen, welchen Wert Gruppenfitness tatsächlich für ihren Erfolg hat. Die meisten der besten Studios weltweit messen ihre Gruppenfitness-Zahlen und bei diesen Studios nehmen in der Regel 50% der Mitglieder an Gruppenfitness teil. Bei Les Mills Newmarket in Neuseeland werden sogar 80% der Studiobesuche durch Gruppenfitness generiert, wovon 23% auf Virtual Classes entfallen. Wir wissen bereits, dass Gruppenfitness-Teilnehmer wesentlich öfter ins Studio gehen und dass ihre Kündigungswahrscheinlichkeit 26% niedriger ist als bei Nicht-Gruppenfitness-Mitgliedern. Ich denke, was wir von Gruppenfitness lernen können ist, dass man nur das herausbekommt, was man auch investiert.

Keith Burnet verfügt über einen großen Erfahrungsschatz in der internationalen Fitnessindustrie. Er bekleidete Führungspositionen bei David Lloyd Leisure, Living Well and Leisure, Hilton Worldwide und easyGym. Keith kam 2012 als CEO zu LES MILLS UK und stieg im März 2015 zum COO Global Markets auf, bevor er im April 2017 zum CEO Global Markets ernannt wurde. Als stolzer Schotte und leidenschaftlicher Rugby Union Fan ist ihm nichts wichtiger als Zeit mit seiner jungen Familie zu verbringen.

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